Jahresthema 2020 : Brücken bauen

 


Wer Vergangenes hinter sich lassen und neue Ufer suchen will, braucht Unterstützung durch erfahrene Brückenbauer. Die Mitarbeiter der Freundeskreise haben dieselben Wege hinter sich – ob als Suchtkranke oder Angehörige – und wissen, welche Konstruktionen alltagstauglich sind und welche bei der nächstbesten Belastung zusammenbrechen.

Es braucht Hilfe von außen, um sich den Kollateralschäden in Partnerschaft, Familie und am Arbeitsplatz stellen zu können und entstandene Gräben der Verletzung, Sprachlosigkeit, Wut und Hilflosigkeit neu zu überbrücken. Es braucht auch Hilfe von außen, damit Mut wachsen kann, vergangenes Scheitern beim Namen zu nennen und das Gespräch neu aufzunehmen.

Wer noch auf alten, vertrauten Wegen unterwegs ist, die ihn immer tiefer ins Verderben geführt haben, hat meist Angst vor diesen noch fremden Freundeskreis-Brücken. Für viele Gruppenteilnehmer wurden diese neuen Brücken jedoch zur Lebensrettung.

Das Netzwerk der Freundeskreise nutzt auch Brücken zu Beratungsstellen und Fachkliniken, damit Gruppenbesucher in fachliche Behandlung vermittelt werden können.